Am Palmsonntag erinnern Christen an Jesu Einzug in Jerusalem

Feierliche Gottesdienste mit Palmweihe, Prozession und „Hosianna“-Rufen eröffnen die Karwoche.

Am Palmsonntag, 14. April, gedenken die Christen im Gottesdienst des Einzugs Jesu in Jerusalem. Der Palmsonntag ist der sechste und damit letzte Fastensonntag. Mit ihm beginnt die Karwoche, in der die Christen an die Leidensgeschichte Jesu erinnern, die schließlich im Fest der Auferstehung an Ostern mündet.

Zu Beginn der Palmsonntags-Gottesdienste werden Palmzweige geweiht und in einer feierlichen Prozession in die Kirche getragen. Bei manchen Prozessionen ist auch ein Esel als Reittier mit dabei, der bunt geschmückt wird. Mit grünen Zweigen, Prozessionen und „Hosianna“-Rufen erinnern die Christen daran, dass Jesus, wie die Bibel berichtet, von jubelnden Menschen empfangen wurde, als er auf einem Esel in Jerusalem einzog.

Da Palmenzweige in Deutschland rar und teuer sind, verwenden die Christen hier meist Buchsbaum – wobei auch dieser in Zeiten des Buchsbaumzünslers knapper wird.

Nach der Weihe nehmen die Menschen die gesegneten Zweige mit nach Hause, um sie im Haus an jedes Kreuz zu stecken. Der Volksglaube sagt, dass die geweihten Zweig vom Palmsonntag vor Blitz- und Hagelschlag, Missernte und Seuchen schützen. Deshalb gaben früher viele Bauern Palm in das Viehfutter und Hausfrauen kleine Blättchen ins Palmsonntagessen zum Schutz vor Krankheiten. So soll zum Beispiel Palmtee vor Lungenkrankheiten schützen. Mit dem Einzug des geweihten Zweiges in das Haus sollte so auch der Segen des Leidens Christi überbracht werden. Palmzweige, die in der Kirche zurückblieben, werden bis zum Aschermittwoch im nächsten Jahr aufbewahrt. Dann werden sie verbrannt und für die Zeichnung des Aschenkreuzes auf die Stirn verwendet.

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